Eine Firma als Charakterbogen

Verfasser: Alfred
[#Business] [#Update] 

Wenn ein Startup ein Rollenspiel-Charakter ist, dann braucht er einen Charakterbogen. Hier ist die erste Iteration:

Der obere Teil des Charakterbogens ist hoffentlich selbsterklärend. Jeder Held braucht eine Visualisierung, meine geplante Firma „Captain Robi Games“ bekommt erstmals ein Platzhalter-Logo. Ein guter Held ist spezialisiert auf ein Gebiet. Die Firma wird leider nicht Zaubern können aber hoffentlich zumindest schöne Spiele erstellen. Schlussendlich hat die Firma eine Erfahrungsstufe, in diesem Beispiel Stufe 2,3. Die Stufe ist deswegen so krumm, weil es ein Durchschnittswert ist aus verschiedenen Unterdimensionen, sprich die Charakterwerte des Helden.

Um zu bestimmen welche Wert ein Startup braucht , habe ich mich an die Entrepreneurship-Theorie von Christian Herr (2007) angelehnt. Er unterscheidet 3 Gruppen von Startup-Erfolgsfaktoren:

  • Die Gründungsperson (Wie ist der Gründer an sich?)
  • Das Unternehmen (Welche Strategie, Ressourcen und Organisation hat das Startup?)
  • Das Gründungsumfeld (In welcher Geschäfts-Umwelt bewegt sich das Startup?)

Entsprechend sind die Charakterwerte gewählt worden. Persönliche Faktoren beschreiben die Motivation des Gründers und die Zeit, die er investieren kann. Interne Faktoren beschreiben wie ausgefeilt das Geschäftsmodell ist, wie effektiv und effizient die internen Arbeitsabläufe sind und schlussendlich wie weit die Produkte entwickelt sind. Externe Faktoren schliesslch beschreiben einerseits die Netzwerkbeziehung in der Wertschöpfungskette sowie die Reife der Aussenkommunikation.

Diese 3 Gruppen betrachte ich als die Inputparameter. Der Output ist der Erfolg des Startups. Einerseits gemessen am Ruhm (man wird als Marke bekannt auf dem Markt) und auch am finanziellen (Profit).

Mit dieser ersten Version und einer groben Quantifizierung des Ist-Zustandes meines Startups starte ich ersteinmal. Für ein schöneres Reifegradmodell bräuchte man eine genauere Einteilung pro Stufe (z.B., ab wann verdient man sich eine „5“ bei der Dimension Produktreife?). Aber das ist eine Quest für ein anderes Mal.

Herr, C. (2007). Nicht-lineare Wirkungsbeziehungen von Erfolgsfaktoren der Unternehmensgründung. Wiesbaden: Deutscher Universitäts-Verlag / GWV Fachverlage.